Was tun, wenn Schimmelpilze festgestellt wurden?
Die Beseitigung von Schimmelpilzbefall ist mit großem Sachverstand vorzunehmen. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Ursache für die Feuchtebelastung behoben wurde, kann mit der gründlichen Reinigung der befallenen Bereiche begonnen werden. Hierbei sind Vorkehrungen zu treffen, die eine Sporenbelastung der Umgebung verhindern.
Um die Sporen- und Myzelfreisetzung zu minimieren, muss die bei der Sanierung entstehende Staubentwicklung herabgesetzt werden: Je nach deren Ausmaß ist der Einsatz von Schutzfolien, Wasser zur Staubbindung und Absauganlagen bzw. eine gründliche Abschottung angrenzender Bereiche, des Mobiliars, der Nebenzimmer, der Flure, der Treppenhäuser etc. angeraten. Wenn notwendig, kann ein Schleusensystem Sicherheit schaffen.
Nur eine gründliche Endreinigung garantiert, dass auch die letzten möglichen Sporen und Myzelen beseitigt werden. Der Einsatz von Nebelgeräten – insbesondere in Räumen mit vielen Gegenständen wie z. B. Aktenordnern – kann dann hinzugezogen werden.
In jedem Fall sollte die Sanierung mit einer Erfolgskontrolle enden, z.B. über eine Luftkeimmessung. Diese sollte nach einer gewissen Zeit wiederholt werden.
Spezielle Verfahren zur Vermeidung von Schimmelbefall.
Wenn eine sinnvolle Außendämmung an bestehenden Gebäuden nicht möglich ist (z. B. wegen Denkmalschutz), sollte zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall auf Innenlösungen zurückgegriffen werden.
Im Folgenden werden Materialien und Baustoffe vorgestellt, die sich für eine Innendämmung anbieten. Es ist aber zunächst unbedingt zu klären, worin die Ursache für bereits aufgetretene Feuchtigkeit liegt bzw. welche Gefahrenquellen bestehen.
Calciumsilikatplatten/„Klimaplatten“: Sie bestehen aus einem Gemisch aus Kalk, Feinsand und Zellstoff und haben eine offenporige Struktur: Sie sind saugfähig, verfügen über eine hohe kapillare Wirkung und über wärmedämmende Eigenschaften. Sie werden mit einem ebenfalls offenporigen und sorptionsfreundlichem Werkstoff beschichtet. So können Sie Wasser von der Oberfläche aufnehmen und speichern.
Sofern die Zeit zum Austrocknen gegeben ist (Lüftung!), wird möglichen Pilzen die Grundlage entzogen. Sicherzustellen ist außerdem, dass keine Feuchtigkeit über die Außenwand eintreten kann und sich dadurch die Platte förmlich vollsaugt und zum Nährboden wird. Da hilft der KLIMAGRIFF!
Bei ihrer Verarbeitung sind daher Hohlstellen und Wärmebrücken zu vermeiden. Angrenzende Bauteile wie Decken müssen bei der Innendämmung mit einbezogen werden. Auch nebenliegende Geschosse und Außenwandflächen sind mitzuberücksichtigen.
Gipsplatten mit Dämmkern: Sie sind mit einer Dämmschicht aus Polystyrol ausgerüstet und bieten ähnliche Vor- und Nachteile wie die Calciumsilikatplatten.
Dämmplatten aus Polystyrol: Anders als Calciumsilikatplatten können diese keine Feuchtigkeit speichern und sie weiterleiten. Sie dienen ausschließlich der Erhöhung der Oberflächentemperatur. Die Gefahr von Undichtigkeiten bei Anschlüssen ist relativ hoch.
Mineralwolle oder Zellulosedämmmaterial: Auch hiermit wird die Oberflächentemperatur erhöht, jedoch ist die Gefahr der Durchfeuchtung des Materials besonders hoch.
Wärmedämmputz: Hierbei handelt es sich um mineralische Putze mit speziellen Zuschlagstoffen, die die Wärmeleitung herabsetzen und die Oberflächentemperatur erhöhen. Der Putz wird als Unterputz aufgebracht, wobei eine gewisse Schichtdicke gewährleistet sein muss, um Risse zu verhindern. Angrenzende Bauteile müssen mitverarbeitet werden.
Kalkputz: Hat eine hohe Alkalität und Sorptionsfähigkeit und kann aufgrund seiner Putzeigenschaften eingesetzt werden, um Unebenheiten der Wand auszugleichen. Hier wird allerdings die Oberflächentemperatur nicht beeinflusst, was zur Bildung von Feuchtigkeit führen kann. Auch hier kann der KLIMAGRIFF präventiv helfen.
Lehmputze: Auch sie können kurzzeitig viel Feuchtigkeit aufnehmen und damit ein Raumklima positiv beeinflussen. Jedoch muss eine ausreichende Austrocknung gewährleistet sein. Da sie aus organischen Bestandteilen bestehen, bilden sie jedoch bei zu starker Feuchtigkeitseinwirkung einen guten Nährboden für Mikroorganismen.
Sanierputze: Haben eine wasserabweisende Oberfläche und werden oft in Kellergeschossen eingesetzt, da sie aufgrund ihres hohen Porenvolumens Feuchte aus dem Untergrund aufnehmen und an die Umgebungsluft abgeben können, ohne dass die Oberfläche feucht wird. Dieses Prinzip funktioniert jedoch nur bei ausreichender Lüftung. Mit dem KLIMAGRIFF haben Sie diese Problem im Griff.
Feuchtraumputze: Haben eine wasseraufnehmende Oberfläche und verfügen über ein hohes Speichervermögen von Oberflächenfeuchte. Auch hier muss eine ausreichende Lüftung gegeben sein, die Ihnen zum Beispiel vom KLIMAGRIFF angezeigt wird.




