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Gesundheitliche Gefährdung durch Schimmel

Durch epidemiologische Studien konnte belegt werden, dass Bewohner bzw. Nutzer von Gebäuden mit Feuchtigkeitsschäden im Vergleich zur Kontrollgruppe häufiger erkranken. Ursächlich für diese Beschwerden sind Schimmelpilze und Bakterien, die sich im Schadensbereich entwickeln. Die in Feuchtigkeitsschäden wachsenden Mikroorganismen bzw. die von ihnen gebildeten Sporen und Sekundärmetabolite können allergen, toxisch oder irritierend wirken und so zu Beschwerden führen.

Niedrige Temperaturen fördern Wachstum von Mikroorganismen

Die Annahme vieler Bewohner, dass die in Feuchtigkeitsschäden wachsenden Mikroorganismen Infektionen (Besiedlung von Hautoberflächen oder Organen) auslösen, ist allerdings in den allermeisten Fällen nicht begründet. Die Wachstumsbedingungen in Feuchtigkeitsschäden sind häufig durch relativ niedrige Temperaturen geprägt, die dazu führen, dass sich vor allem Mikroorganismen ansiedeln, die nicht bei Körpertemperatur des Menschen (ca. 37°C) wachsen können.

Kombination verschiedener Schadstoffe birgt Gefahr

Obwohl die negativen Auswirkungen von Mikroorganismen in Feuchtigkeitsschäden bereits seit vielen Jahren erkannt sind, ergaben Untersuchungen zur gesundheitlichen Gefährdung bisher keine eindeutigen Hinweise dafür, dass einzelne Pilz- oder Bakterienarten die Verursacher der Beschwerden sind. Es muss vielmehr davon ausgegangen werden, dass die auftretenden Beschwerden eine Reaktion auf verschiedene Schadstoffe sind, die von unterschiedlichen Mikroorganismen gebildet wurden.

Mikrobielle Lebensgemeinschaft kann Allergene und Toxine freisetzen

Die Einschätzung dieses „Summenparameters“ wird dadurch erschwert, dass die mikrobielle Lebensgemeinschaft an feuchten Materialien sich unterschiedlich entwickeln kann und Veränderungen unterworfen ist. Die Entwicklung einzelner zusätzlicher Mikroorganismen in einem Schaden kann dazu führen, dass sich die mikrobielle Zusammensetzung oder ihre Aktivität verändert, sodass verstärkt Allergene oder Toxine freigesetzt werden (z.B. bei der Zersetzung von Zellen), die in der Folge zu Beschwerden führen. Die Bewertung des Gefährdungspotentials von Feuchtigkeitsschäden ist letztlich auch dadurch erschwert, dass die Reaktionen der Nutzer oder Bewohner auf viele Schadkomponenten nicht einheitlich sind.

Symptome bei einer mikrobiellen Belastung

Häufig beschrieben werden neben allergischen Reaktionen unnormal gehäufte Infektanfälligkeit (besonders der Atemwege) und diverse unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Da viele diese Symptome immer auch andere Ursachen haben können, ist es sehr schwierig, sie direkt auf einen Feuchtigkeitsschaden zurück- zuführen. Häufig wird beschrieben, dass Symptome im Urlaub oder bei längerem Fernbleiben der betroffenen Wohnung verschwinden oder deutlich abnehmen und bei Rückkehr wieder zunehmen.

Wer kann eine Schimmelpilzauswirkung diagnostizieren?

Treten in einem Gebäude regelmäßig gesundheitliche Beschwerden auf, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Der Arzt kann die auftretenden Beschwerden sowie den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten bewerten und eine Einschätzung abgegeben, ob die festgestellten Beschwerden mit dem Feuchtigkeitsschaden im Zusammenhang stehen können. Sachverständige für Feuchtigkeitsschäden sollten hinzugezogen werden, um die Feuchtigkeitsursache und die Ausbreitung des Schadens zu ermitteln und um ein Sanierungskonzept zu erstellen.


Dr. rer. nat. Diplom-Biologe Christoph Trautmann

Sachverständiger für Schimmelpilze und holzzerstörende Pilze

Seit 1999 Freiberufliche Tätigkeit, Gutachten zu Schimmelpilzschäden in Gebäuden und Gründung der „Umweltmykologie Dr. Dill und Dr. Trautmann GbR“ mit den Arbeitsschwerpunkten Nachweis und Beurteilung von mikrobiellen Belastungen, insbesondere durch Schimmelpilze und holzzerstörende Pilze; Gutachten, Laborservice, Beratung, Weiterbildung und Auftragsforschung


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Georg Meyer
Georg Meyer
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