DIN 1946-6: Viel heiße Luft um nichts?

DIN 1946-6: Viel heiße Luft um nichts?

Letzte Woche haben wir den ersten Vortrag, der beim Weltneuheiten-Tag gehalten wurde, online gestellt. Nun folgt der nächste. Nach Herbert Gottschalks Ausführungen über die umstrittene Lüftungsnorm DIN 1946-6 können all die, welche am 23. Juni nicht in Solingen vor Ort sein konnten, Prof. Uwe Meiendreschs Ausführungen über die mietrechtlichen Folgen der DIN nachlesen.

Mietrechtliche Folgen

Die DIN 1946-6 sorgt seit Jahren für kontroverse Diskussionen. Als Regel der Technik ist sie nicht anerkannt. Und das hat Auswirkungen auf die Rechtsprechung. Die Lüftungsnorm spielt in Gerichtsverfahren keine Rolle. Dies geht aus dem Vortrag, den Prof. Uwe Meiendresch, Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen, während des Weltneuheiten-Tages hielt, hervor.

Eigentlich soll die DIN 1946-6 dabei helfen, in modernen Häusern für eine gute Belüftung zu sorgen, um Feuchte- und Schimmelschäden zu vermeiden. Doch oft wird die Lüftungsnorm nicht umgesetzt. Rechtlich bindend ist sie sowieso nicht. Warum das so ist erläuterte Prof. Meiendresch beim Weltneuheiten-Tag. Der Vortrag des Experten steht nun als Download bereit.

Aktionsangebot bis 7. Juli

Anlässlich des Weltneuheiten-Tages haben wir für unsere Kunden ein attraktives Angebot bereitgestellt. Unsere Knaller zum Weltneuheiten-Tag sind bis einschließlich 7. Juli 2017 gültig. Bestellen Sie jetzt!

Anfragen beantwortet Ihnen gerne
Herr Georg Meyer, 
Geschäftsführer der KLIMAGRIFF® GmbH, 
unter Tel. 0160/97317033 
oder per Mail an g.meyer@klimagriff.de

Herr Andreas Heinen, 
Vertriebsmitarbeiter Innendienst, 
unter Tel. 0212/2494561 
oder per Mail an a.heinen@klimagriff.de


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Urheber: Jörg Hackemann

Weltneuheiten-Tag: Vortrag jetzt online!

Weltneuheiten-Tag: Vortrag jetzt online!

Letzte Woche veranstaltete die Klimagriff GmbH den Weltneuheiten-Tag. Auf dem Programm standen unter anderem die Vorträge dreier unabhängiger Experten – darunter Herbert Gottschalk, Leiter Bautechnik beim TÜV Süd. Gottschalk referierte über die umstrittene Lüftungsnorm DIN 1946-6. Der Vortrag des Experten steht nun als Download bereit.

Umstrittene Lüftungsnorm

Die DIN 1946-6 sorgt seit Jahren für kontroverse Diskussionen. Da viele Fachleute aus dem Bereich der Bauphysik der Norm innere Widersprüche unterstellen, wird sie als Regel der Technik nicht anerkannt. Das hat auch Auswirkungen auf die Rechtsprechung. Die DIN 1946-6 spielt in Gerichtsverfahren keine Rolle. Dies geht auch aus dem Vortrag, den Prof. Uwe Meiendresch, Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen, während des Weltneuheiten-Tages hielt, hervor.

Alternativ zur wortwörtlichen Umsetzung der DIN 1946-6 favorisieren Fachleute wie Herbert Gottschalk eine Kombination aus mehreren Möglichkeiten des Lüftens. Gottschalk lehnt die in der Norm vorgesehenen Lüftungsanlagen keineswegs ab. Aber: „Es muss weiter zulässig sein, dass ein höherer Luftbedarf über Fensterlüftung bewerkstelligt wird”, so Gottschalk.

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Herr Georg Meyer, 
Geschäftsführer der Klimagriff GmbH, 
unter Tel. 0160/97317033 
oder per Mail an g.meyer@klimagriff.de

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Bildquelle: TÜV Süd

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Umstrittene Norm: Interview mit Herbert Gottschalk vom TÜV Süd

Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) nimmt die Dichtigkeit von Gebäudehüllen stetig zu – mit absehbaren Folgen für das Innenraumklima. Um Feuchteschäden entgegenzuwirken, wurde die DIN 1946-6 auf den Weg gebracht. Die Lüftungsnorm ist allerdings unter Experten umstritten. Wir haben mit Dipl.-Ing. Herbert Gottschalk über die DIN 1946-6 gesprochen. Gottschalk ist Leiter Bautechnik bei der TÜV Süd Industrie Service Gmbh in München. Am 23. Juni wird der Experte Gastredner beim Weltneuheiten-Tag der Klimagriff GmbH in Solingen sein.

Herr Gottschalk, die DIN 1946-6 ist unter Experten umstritten und wird deshalb als Regel der Technik nicht anerkannt. Warum?

„Richtig ist, dass Teilbereiche der Norm umstritten sind, weil bauphysikalische Betrachtungen nicht oder nicht ausreichend beachtet werden. Insbesondere der ‚Zwang‘, dass bei ‚Erfordernis‘ von entsprechenden lüftungstechnischen Maßnahmen Fensterlüftung – also eine Kombinaten von Lüftungsanlagen mit Fensterlüftung – ausgeschlossen ist, wird vom Markt und von den Nutzern nicht akzeptiert. Hier liegt auch das dominierende bauphysikalische Problem.

Bauphysik funktioniert nicht statisch. Das Wohnraumklima hängt vom Außenklima, der Feuchteerzeugung, der Beheizung und vom Luftaustausch ab. Da insbesondere das Außenklima und die Feuchteerzeugung stark wechseln, kann der Luftaustausch kein fester beziehungsweise fest eingestellter Wert sein, der im Wesentlichen von der Flächengröße der Wohnung abhängt. Eine Anlage mit einem fest eingestellten Wert zum Luftaustausch entspräche aber der DIN 1946-6. Die notwendige Anpassung könnte mit einer entsprechenden Steuerung der Lüftungsanlage oder – bei geringerer maschineller Lüftung – durch eine zusätzliche Fensterlüftung bewerkstelligt werden. Aber die Norm fordert nicht zwingend eine regulierbare Lüftungsanlage und schließt eine zusätzliche Fensterlüftung sogar aus.”

Die Norm sieht ein nutzerunabhängiges Lüftungskonzept vor. Unterteilt ist sie in vier Lüftungsstufen, von denen aber nur die erste ohne den Wohnungsnutzer auskommt. Besteht da nicht ein Widerspruch?

„Nein, das wäre prinzipiell schon in Ordnung. Die nutzerunabhängige Lüftung betrifft den Feuchteschutz, also praktisch gesprochen den Schutz vor Schimmel. Es soll sichergestellt werden, dass auch dann kein Schimmel entsteht, wenn sich keine Personen in der Wohnung aufhalten. Allerdings sind die entsprechenden Detailregelungen in der DIN 1946-6 bei bauphysikalischer Betrachtung nicht konsequent und schlüssig. So wird eine ‚Lüftungserfordernis‘ beschrieben, die nur zustande kommen kann, wenn Menschen in der Wohnung wären. Diese bräuchten dann aber keine maschinelle Wohnungslüftung, sondern könnten gemäß anerkannter Rechtsprechung zweimal am Tag stoßlüften.”

Der Einbau von Lüftungsanlagen gemäß DIN 1946-6 ist teuer. Bringen solche Anlagen noch weitere Probleme mit sich?

„Die Anlagen müssten zum Teil sogar noch aufwändiger und damit noch teurer errichtet werden. Denn Systeme, die eine Fensterlüftung ausschließen, müssen zwingend mindestens wohnungsweise geregelt sein. Praxisgerecht und preisgünstig schafft man das besser, wenn man ein Zulüften über die Fenster zulässt.”

Wie sollte ein bedarfsgerechtes Lüftungskonzept aussehen?

„Die Lüftung zum Feuchteschutz muss insbesondere auf den Feuchteanfall ausgelegt werden – und nicht auf die Fläche der Wohnung. Dafür wäre es beispielsweise sinnvoll, die folgenden Fälle rechnerisch nachzuweisen: Die Bewohner sind längere Zeit in Urlaub, die Nachbarin gießt die Blumen. Eine Stewardess kommt in die Wohnung, schläft und duscht abends und morgens, ist dann aber wieder mehrere Tage abwesend. Eine Person lebt in der Wohnung, ist aber ganztägig beruflich abwesend. Wenn man solche Fälle unter verschiedenen Außenklimabedingungen (Winter, Sommer) und den wirklich zutreffenden baulichen Randbedingungen berechnet, dann erhält man ein funktionierendes Konzept.”

Inwieweit können Lüftungsassistenten wie der KLIMAGRIFF® helfen?

„Der Klimagriff® misst die wesentlichen bauphysikalischen Werte, also insbesondere Temperaturen und Feuchtigkeit. Somit zeigt er an, wann gelüftet werden muss. Er kann die entsprechenden Werte auch an eine Steuerung für Heizung und Lüftung liefern und die Lüftung damit flexibel an wechselnde Klimabedingungen und Feuchteerzeugung anpassen.”

Anfragen beantwortet Ihnen gerne
Herr Georg Meyer, 
Geschäftsführer der Klimagriff GmbH, 
unter Tel. 0160/97317033 
oder per Mail an g.meyer@schimmelprotektor.de


Bildquelle: TÜV SÜD

Lüftungsanlagen: Pro & contra

Lüftungsanlagen: Pro & contra

Moderne Lüftungsanlagen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Hohe Energieverluste, die typisch für die klassische Klimaanlage waren (und zum Teil noch sind), sollen durch Wärmerückgewinnung eingedämmt werden, indem die thermische Energie, die ansonsten verloren geht, wieder nutzbar gemacht wird. Doch ist der Einbau einer Lüftungsanlage grundsätzlich empfehlenswert? Oder gibt es sinnvolle Alternativen?

Gutes Raumklima durch Lüftungsanlagen

Die erhöhte Dichtigkeit von Neubauten und energieeffizient sanierten Bestandsbauten als Resultat der Energieeinsparverordnung (EnEV) macht eine intensivere Lüftung von Innenräumen notwendig. Das in der DIN 1946-6 normierte Lüftungskonzept sieht eine nutzerunabhängige Lüftung vor, damit auch in Abwesenheit der Wohnungsnutzer eine ausreichende Lüftung zur Vermeidung von Feuchte- und Schimmelschäden garantiert wird. In diesem Zusammenhang kommt dem Einbau von Lüftungsanlagen eine große Rolle zu.

Die Vorteile einer Lüftungsanlage liegen auf der Hand: Sie garantieren ein gleichmäßig gutes Raumklima, filtern Pollen und Staub und sparen über Wärmerückgewinnung Energie, die wiederum eingesetzt werden kann, um die Innenraumluft konstant über den Taupunkt zu halten. Dies ist wichtig, um eine erhöhte Feuchtigkeit und damit die Bildung von Schimmel zu verhindern.

Hohe Kosten und andere Nachteile

Doch die Sache hat auch mehrere Haken: Die Anschaffung einer Lüftungsanlage ist mit hohen Kosten verbunden. Trotz Energieeinsparung via Wärmerückgewinnung verursacht der Betrieb der Anlage laufende Kosten, die sich durch die notwendige regelmäßige Wartung durch Fachleute erhöhen. Außerdem müssen die Wohnungsnutzer mit sehr trockener Luft rechnen. Dazu gesellen sich unter Umständen Geruchsbelästigung durch die eingeführte Außenluft in die Innenräume und Lärm durch die Lüftungsanlage selbst.

Ein weiteres Problem: Die Lüftungsnorm DIN 1946-6 sieht zwar ein nutzerunabhängiges Konzept vor, das aber nur teilweise funktioniert. Zu den Din 1946-6 immanenten Widersprüchen zählen die vier Lüftungsstufen, die die Norm unterscheidet. Nur die erste Lüftungsstufe (Lüftung zum Feuchteschutz) sieht eine nutzerunabhängige Lüftung vor. Die anderen drei Stufen (Reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung) bedürfen der aktiven Lüftung durch den Wohnungsnutzer.

Kostengünstige Alternative

Als Alternative zu Lüftungsanlagen bietet sich der KLIMAGRIFF® an. Das patentierte Gerät hat sich als Lüftungshilfe bewährt, denn es zeigt dem Wohnungsnutzer via LED-Ampelsystem an, wann er zu lüften hat und wann nicht. Die Anschaffung des KLIMAGRIFFS® ist zudem erheblich günstiger als der einer Lüftungsanlage. Wer dennoch auf den Einbau einer Lüftungsanlage nicht verzichten möchte, kann den KLIMAGRIFF® ergänzend einsetzen, um die von der DIN 1946-6 vorgesehenen Lüftungsstufen in vollem Umfang zu erfüllen.

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Urheber: Gerd